1448

Mittwoch, 24 Oktober, 2007

Wann passt man seine Erwartungen an die Zukunft den eigenen Möglichkeiten an? Am Ende der Pubertät? Lebt man danach mit zunehmend normal empfundener Enttäuschung über die eigenen Möglichkeiten und einem schwächer werdenden Gefühl von Ungerechtigkeit ob der Notwendigkeit einer solchen Entscheidung weiter? Oder vergisst man die einstigen Erwartungen?

3 Antworten zu “1448”

  1. sv Sagt:

    Einen konkreten Zeitpunkt zu nennen ist wohl nicht möglich. Aber rund 30 Jahre nach meiner Pubertät kann ich sagen, daß es sehr schwer ist, dem eigenen Leben noch eine Wende in anderer als der eingeschlagenen Richtung zu geben. An meine Erwartungen oder Träume von damals kann ich mich nicht mehr erinnern. Das Leben wird immer „enger“, da bleibt nicht viel Raum für Erwartungen oder Träume. Ich bin noch unentschlossen, ob ich darüber deprimiert sein soll. Vielleicht ist das aber auch nur, was so unter „Midlife Crisis“ läuft.

  2. otrubel Sagt:

    Bei mir ist eher so, dass ich meine Erwartunge, Wünsche und Hoffnungen durchaus noch präsent habe. Einen Teil habe verwirklicht, wie Familie und so. Einen größeren Teil habe ich nicht verwirklicht (ich wollte immer zum Radio) oder ich habe gemerkt, dass ich damals eben keine realistischen Vorstellungen hatte. Die Welt zu verbessern oder berühmt zu werden geht eben besser im Kleinen als im Großen. Heute bin ich mir dessen bewusst und lebe eben mein Leben, denke manchmal wehmürig, manchmal belustigt an „damals“ und freue mich, dass ich dies reflektieren kann. Für mich war es auch immer wichtig über diese Dinge zu sprechen oder zu schreiben. Sich dem „Schmerz“ stellen und nicht nur verdrängen, was oft genug auch passierte.


  3. Man vergisst die „alten Erwartungen“ nicht, aber je mehr sich herauskristallisiert, wie unrealistisch sie waren (oder sind), um so mehr verlieren sie ihren „Wert“.


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